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Photo:  Liran Levi

©  Yuval Zorn

Yuval Zorn ist einer der herausragendsten israelischen Dirigenten seiner Generation. Spezialisiert auf Oper und zeitgenössische Musik umfasst seine Arbeit ein breitgefächertes Repertoire. Seine Darbietungen fanden großen Anklang und wurden von der Kritik für ihre Sensibilität, Energetik und Detailreichtum gelobt. Als ehemaliger Kapellmeister an der Oper Frankfurt und als ehemaliges Mitglied des Young Artists Programmes am Royal Opera House, Covent Garden, trat er mit führenden Orchestern und Ensembles wie auch im Rahmen der bedeutendsten Festivals in Israel, Europa und Amerika auf. Jüngste Höhepunkte seiner Laufbahn umfassen Aufführungen von Werther und Nabucco an der Israelischen Oper. Zu seinen künftigen Projekten zählen die Weltpremière von H. Ajashvilis Oper Cut Glass in Tel Aviv, Michele Rusconis Hiob mit dem Ensemble Meitar in der Schweiz, ein Konzert mit Lisette Oropesa am Teatro Muncipal in Rio de Janeiro, Il barbiere di siviglia an der Israelischen Oper und die Veröffentlichung seines ersten Soloalbums LANDSCAPES.

Yuval Zorn ist 1976 in Jerusalem geboren. Er absolvierte die Jerusalem Academy of Music and Dance in den Fächern Klavier und Dirigieren, um daraufhin das National Opera Studio in London zu besuchen. Er arbeitete dann an der Oper Glyndebourne und an der English National Opera. 2002 wurde er als erster Dirigent des Young Artists Programme am Royal Opera House, Covent Garden engagiert. Im Laufe seiner Arbeit am ROH trug er zu mehreren Produktionen bei, vor allem als Assistent des Musikdirektors des ROH, Sir Antonio Pappano. Nach seiner Zeit am ROH erweiterte er sein Opernrepertoire, indem er mit Dirigenten wie Daniel Harding, Iván Fischer, Kazushi Ono, Kirill Petrenko, Sebastian Weigle und anderen mehr an Häusern wie dem Danish Royal Theatre, Glyndebourn, The Liceo in Barcelona, Aix en Provence usw. zusammenarbeitete.

 

2008 wurde er nach seinem Debüt als Dirigent von Udo Zimmermanns Die Weiße Rose an der Oper Frankfurt zum Kapellmeister ernannt, eine Position, die er bis 2012 innehatte. Während dieser Zeit dirigierte er Premièren und Repertoire-Stücke, die eine breite Auswahl an Opern umfassten, darunter La Traviata, La clemenza di tito, Le Nozze di Figaro, Die Zauberflöte, Il trittico, I masnadieri, Lucia di lammermoor, The Turn of the Screw, Owen Wingrave, aber auch in ihrer Zusammenstellung und Inszenierung außergewöhnliche Projekte, wie zum Beispiel Jörn Arneckes Oper Unter Eis, die Weltpremière von Jens Joneleits Piero-Ende der Nacht und Neunzehnhundert, ein Abendprogramm mit inszenierte Versionen von Werken von Zemlinsky und Schönberg sowie Mahlers Das Lied von der Erde.

 

Als Gastdirigent wurde Yuval Zorn u.a. an der Israelischen Oper (Don Carlo, Mefistofele, Macbeth, Werther und Nabucco) engagiert, am Oldenburgischen Staatstheater (Sciarrinos Lohengrin), an der Oper Frankfurt, am Orquestra Sinfônica Brasileira des Teatro Municipal in Rio de Janeiro (Il turco in Italia), am Royal Opera House (Weltpremière von Dominique le Gendres Bird of Night), im Rahmen der Münchener Biennale, der Ruhr Triennale und des Israelischen Musik-Festivals. Zorn arbeitete mit führenden Orchestern wie der London Philharmonia, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, den Bochumer Symphonikern, dem Jerusalemer Symphonie-Orchester, dem Israelischen Symphonie-Orchester und der Jerusalemer Camerata wie auch mit führenden Ensembles wie dem Ensemble Modern, dem Ensemble Resonanz, den Israeli Contemporary Players und dem Meitar Ensemble, mit dem zusammen er im Jahr 2015 in Kanada und in den USA auf Tour war. 

 

Yuval Zorn ist auch als Pianist tätig und wird im Januar 2020 sein erstes Solo-Album veröffentlichen, LANDSCAPES (Landschaften), das Werke von Messiaen, Villa-Lobos, Janáček und Samir Odeh Tamimi umfasst, am Banff Centre for the Arts and Creativity in Alberta, Canada aufgenommen wurde und von der britischen Rubicon Classics herausgegeben werden wird.  


In letzter Zeit widmet er einen Teil seiner Zeit der Ausbildung von Nachwuchsmusikern. Er ist regelmäßig in das am Jerusalem Music Center Mishkenot Sha’ananim stattfindenden David Goldmann Programm für herausragende junge Musiker eingebunden und wirkt in den Projekten der Meitar Ensembles TEDARIM und CEME für junge Musiker mit. Zudem unterrichtet er Dirigieren an der Jerusalemer Akademie für Musik und Tanz  und ist von dieser Saison an Musikdirektor des Mendi Rodan Symphonie-Orchesters an der Jerusalemer Akademie.

Photo credit: Liran Levi